Unzensierte Originalausgabe!



100% HARDCORE-FICTION-SATIRE

100% härter

als herkömmliche Bestseller


Die verführerische Bestatterin Vera Paloma verfolgt ihre eigenen Ziele, als sie Henry Schädelbach beauftragt, einen Toten zu seiner Beerdigung zu chauffieren. Als die Bestattungsfeier zu einem blutigen Massaker eskaliert, kommt der härteste Privatdetektiv aller Zeiten seiner todumwitterten Auftraggeberin auf die Schliche.


Unheimliche Abgründe tun sich auf: Leichen verschwinden unter mysteriösen Umständen aus ihren Särgen und ein alter Wald, dessen Pfade in Tiefen führen, die nicht von dieser Welt sind, hütet sein überirdisches Geheimnis. Schädelbach gerät in eine Schlacht mit kriegerischen Amazonen aus fremden Galaxien und Zghoo, der Neunklötige Drache, entführt die Erdgöttin in sein verborgenes Reich.


Henry Schädelbach ist die letzte Chance, die größten Katastrophen abzuwenden, denn er selbst ist die größte aller Katastrophen! Wie ein Vulkanausbruch entlädt sich seine geballte Männlichkeit über die Mächte des Bösen und sorgt mit exquisiter Brachialfinesse für zerschmetterte Feinde und (mehr oder weniger) beglückte Frauen!




LESEPROBE

Die Aura des Todes

Die dunkle Aura des Todes schlich ihr voraus wie eine schwarze Mamba. Noch bevor sie die Tür öffnete, sickerte eine finstere Vorahnung heimlich über die Schwelle meiner Wohnwagen-Detektei und versetzte meinen Instinkt in Alarmbereitschaft. Vielleicht hätte ich auf ihn hören sollen.

Doch meine Neugier überschattete die mahnende Stimme der Vorsicht.


Die Lady hatte es offensichtlich nicht nötig anzuklopfen. Quietschend schwang die Tür nach innen. Tiefschwarz zeichnete sich ihre schlanke Silhouette im Türrahmen ab. Hinter ihr dämmerte das gelbliche Licht einsamer Laternen, schickte den Schatten ihrer halbnackten Endlosbeine über marode Dielen, auf die Vorderfront meines Schreibtisches, und warf das dunkle Abbild ihres Schritts mitten in mein Gesicht.

Kein schlechter Anfang.


Wortlos trat sie ein. Mit jedem Schritt ihres grazilen Fahrgestells steckte sie ihr Territorium ab. Dumpf knirschte der Boden unter ihren High Heels. Der Schein meiner Schreibtischlampe erfasste ihren Körper. Knapper schwarzer Fummel stellte weibliche Reize zur Schau und eine dichte schwarze Mähne umflutete ihr helles, fast blasses Engelsgesicht. Weiblich rauchiger Duft stieg mir in die Nase.

„Warum haust der angeblich beste Schnüffler der Stadt in einer heruntergekommenen Bruchbude?“ Die peitschenhiebartigen Blicke, mit denen ihre smaragdgrünen Augen meine Detektei analysierten, vermittelten den faszinierenden Eindruck einer fleischfressenden Gazelle.

Ich steckte mir eine an.


„Wer schickt Sie?“ fragte ich. „Die Verkaufsabteilung von Ikea?“

„Anstatt dumme Witze zu machen, könnten Sie mir lieber einen Platz anbieten.“

Aha, sie arbeitete für den Knigge. Ich drehte den Lichtkegel der Lampe in Richtung Sessel.

„Möhren sollen sehr gut gegen Nachtblindheit helfen“, sagte ich. „Stellen Sie den Fernseher auf den Boden, dann haben Sie Platz.“

„Ihr Machogehabe lässt Sie nicht gerade sympathisch erscheinen.“

Machogehabe? Sind es nicht die Frauenrechtlerinnen, die immer behaupten, selbst sei die Frau? Aber so sind sie: Nimmt man sie beim Wort, zicken sie rum, tut man es nicht, sind sie beleidigt. Nun gut, sie wollte Sympathie, sie sollte Sympathie bekommen. Schließlich war sie eine potentielle Kundin.

„Entschuldigen Sie, ich wusste nicht, dass Sie mich heiraten wollen.“ Ich erhob mich, machte einen großen Schritt über die defekte Kuckucksuhr, die letzte Woche vom Schreibtisch gefallen war – irgendein Werbegeschenk irgendeiner Kuckucksfirma – und hievte die Glotze auf das ausrangierte Aquarium mit der Schmutzwäsche.

Sie warf einen skeptischen Blick auf das Sitzpolster, fegte mit der Hand einige Flusen auf den Boden, erstaunlicher Weise ohne mit ihren schwarzen Krallen Furchen in den Stoff zu schneiden, und pflanzte ihren gnädigen Arsch in den Sessel. Sollte ihr rauchiger Duft im Sitzpolster haften bleiben, würde ich es heute Nacht als Kopfkissen benutzen.


„Bourbon?“ Ich zog die Besucherflasche aus der Schublade und schenkte ein.

„Was haben Sie sonst noch im Angebot?“

„Nichts.“ Ich reichte ihr das Glas und nahm einen tiefen Zug aus meiner eigenen Flasche. Der selbstgebrannte Steroid-Bourbon verabreichte mir einen brennenden Testosteronschub, der tief in den schweren Fasern meiner Muskeln pochte. Sportlichkeit zahlt sich aus und regelmäßiges Trinken gehört laut führender Sportwissenschaftler zwingend dazu.

Sie nippte an ihrem Getränk und stellte es auf den Fernseher. Der rote Abdruck ihrer Lippen verlieh dem Glas den verführerischen Glanz eines gebrauchten Damenslips. Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn. Die Hitze im Raum war in den letzten Minuten drastisch gestiegen. Gut so. Andere Leute müssen dafür in den Süden fliegen.

„Wer sind Sie und was kann ich für Sie tun?“ fragte ich.

Sie schnippte ihr Kärtchen rüber. Rote Schrift auf schwarzem Grund:


Vera Paloma

Bestatterin


Darunter ihre Kontaktdaten. Das Täubchen leitete also ein Beerdigungsinstitut. So etwas klingt nach Ruhe, Behaglichkeit und feuchter Erde. Wahrscheinlich eine verkappte Romantikerin, die nachts bei Kerzenschein düstere Gedichte über die Endlichkeit des Seins schrieb.

„Und Sie sind dieser Henry Schädelbach, wenn ich mich nicht irre.“ Sie griff nach ihrem Glas und verpasste ihm mit ihren glänzenden Lippen einen weiteren Hauch Weiblichkeit.

„Richtig. Wer hat Sie empfohlen?“

„Doktor Grünstrahl. Er scheint große Stücke auf Sie zu halten. Wenn ich ehrlich bin: Ohne seine Empfehlung hätte ich beim Anblick Ihres Wohnwagens auf dem Absatz kehrt gemacht.“

Meine feinen Sinne nahmen den leichten Anklang einer versteckten Kritik wahr. Es war an der Zeit, ihre Zweifel zu zerstreuen.

„Es tut mir leid, Ihnen keinen marmornen Tempel bieten zu können. Ich stelle nun mal keine hohen Wohnansprüche. Das meiste Geld, das ich verdiene, fließt in eine Organisation für mittellose Frauen. Sie wissen doch: Geben bringt Glück.“

Ihre Miene hellte sich auf.

„Sie geben ihr Geld ans Frauenhaus?“

„Richtig“, lobte ich sie.

„Das auf der Blumentalallee?“

„Nein, das auf der Vulkanstraße.“

„Aber das ist doch ...“ Sie stockte und besah mich mit einem giftigen Blick, der die Leichen, die sie bestattete, zum Fortlaufen gebracht hätte.

„Ja, das Bordell“, führte ich ihren Satz zu Ende. „Sie haben doch keine Vorurteile gegen Frauenhäuser, in denen gearbeitet wird?“

Unser Gespräch geriet ins Stocken. Großzügigkeit wird gern gesehen, doch sobald man für sein Geld eine Gegenleistung erwartet, wird man wie ein Verbrecher behandelt. Als wenn das Geschäft mit den Toten weniger anzüglich wäre. Mit dieser Frau konnte man nicht reden. Es würde das Beste sein, sich lediglich aufs Geschäftliche zu konzentrieren.


„Sie haben mir noch immer nicht verraten, was Sie von mir wollen,“ sagte ich.

„Ich möchte, dass Sie morgen Vormittag eine Leiche überführen.“

„Was soll sie denn verbrochen haben?“

Sie überging meine Frage, nippte und fuhr fort: „Ich brauche jemanden, der die Leiche zur Beerdigung fährt. Es ist von größter Wichtigkeit, dass der Transport absolut zuverlässig durchgeführt wird. Immerhin steht der Ruf meines Unternehmens auf dem Spiel, zumal es sich bei den Angehörigen um ziemlich einflussreiche Leute handelt.“

„Warum fahren Sie nicht selbst?“

„Ich habe einen dringenden Termin und mein Assistent musste seinen Führerschein abgeben. Trunkenheit am Steuer.“

Interessant. Wahrscheinlich hatte ihr Goldfisch zu allem Überfluss eine Blasenentzündung und musste rund um die Uhr mit Fencheltee und Wärmflaschen versorgt werden. Die Sache roch nach faulem Zauber. Niemand beauftragt einen Privatdetektiv, eine Leiche zu ihrer Beerdigungsparty zu fahren. Für so etwas gibt es Transportunternehmen.

„Warum bestellen Sie dem Toten kein Taxi?“

Sie winkte ab. „Sie können mir glauben, ich habe bereits alles versucht. Außerdem traue ich diesen Stümpern nicht. Ich will einen Profi, einen Mann, der weiß, was er tut. Einen Mann wie Sie, Schädelbach.“

Ihr Lächeln erschien mir eine Spur zu verführerisch. Wie eine blendende Verheißung schmiegte sich ihr rauchiger Duft an meinen Verstand. Sie spielte das alte Spiel von Ablehnung und Zuneigung. Ein Spiel, das alle Männer gerne mitspielten, solange eine feuchtwarme Belohnung in Aussicht steht.

Ich quittierte ihren netten Versuch mit einem geschmeichelten Blick auf ihre Oberweite und steckte mir eine an.

„Ich übernehme den Auftrag.“

Wir einigten uns aufs Honorar und verabredeten uns für den morgigen Vormittag an ihrem Bestattungsinstitut.

„Tolles Parfum“, sagte ich zum Abschied.

„Parfum?“ Sie warf mir einen letzten katzenhaften Blick zu. Dann war sie fort. Zurück blieb ihre dunkle Aura, die sich nur allmählich durch die Fensterfugen in die Nacht hinaus verflüchtigte.


Böse Erotik - schwarzer Humor

Leichentanz der Amazonen ist Schädelbachs zweite Krimi-SciFi-Horror-Porno-Fantasy-Satire. Selbstverständlich geht es auch in diesem Roman abgefahrener und härter zur Sache als irgendwo sonst.
Böse Erotik und schwarzer Humor vereinen sich zu einem herrlichen Desaster, wie es nur Henry Schädelbach heraufbeschwören kann – wobei der Autor insbesondere bei diesem Buch derart abnormale Perversionsanfälle hatte, dass der Crimson Verlag den Magen der schockierten Lektorin mit einer Familienpackung Fencheltee aufpäppeln musste.
Neben äußerst interessanten Geschlechterstudien, die etliche Emanzenklischees als reine Lügenmärchen entlarven (weshalb der Roman ironischerweise Alice Schwarzer gewidmet ist), lüften sich im Verlauf der brutal-satirischen Handlung verblüffende Antworten auf faszinierende Welträtsel:

Was passiert beim akuten Anfall weiblicher Hysterie mit der Gebärmutter und durch welche verbotene Spezialmaßnahme bringt Mann das kreischende Weib schnellstmöglich wieder zur Vernunft?

Welche perversen Sex- und Folterpraktiken treibt die Königin der Amazonen in ihrem Verlies?

Wurde die Frau am Waldrand tatsächlich von einem tollwütigen Elefanten zu Tode vergewaltigt?

Wird Henry Schädelbach das Geheimnis der unterirdischen Riesenvagina lüften?

Wie funktioniert der schäbigste und gleichzeitig effektivste Verführtrick, mit dem man jede Frau in ein willenloses Fickobjekt verwandelt?

Wer ist der lang gesuchte Elvis-Presley-Imitator, der sich durch illegale Auftritte in der Kanalisation bereichert, um eine unzerstörbare Tiefsee-Atomkanzel zu finanzieren, aus der er mit Ultraschallpredigten einen globalen Gottesstaat errichten will?

Mit welcher intuitiv-maskulinen Technik starten echte Männer ein Gruftshuttle aus fremden Galaxien?



„Böse Erotik, Gewaltexzesse, schreiende Situationskomik – noch nie war ich so belustigt und schockiert zugleich!“
Caroline Skroch


 





Hier ist der Autor persönlich am Werk:

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